Hochfranken-Feuilleton
Jede Art zu schreiben ist erlaubt, nur nicht die langweilige.  (Voltaire)

Das neue Buch ist da





Mit Buchschmuck von Stephan Klenner-Otto.
Verlag Tredition, Hamburg, 172 Seiten, gebunden 16,99, als Paperback 8,99, als E-Book 2,99 Euro.

 



Dieses Buch ist nicht das Buch zur Krise. Freilich ist es ein Buch zur Zeit. Es will einem traditionsreichen, aber noch unbenannten Genre der Weltliteratur einen passenden Namen geben: dem Seuchenbuch. Erstmals erschienen die literaturkundlichen Essays während der Corona-Krise auf dieser Website. Vermehrt um ein Kapitel über Mary Shelleys Roman „Der letzte Mensch“, wurden sie sämtlich überarbeit. Den ausgewählten Werken der deutschsprachigen und internationalen Erzählkunst ist gemeinsam, dass in ihnen Epi- und Pandemien eine Hauptrolle spielen. So belegen die Werkporträts, dass die Furcht vor Seuchen und die Hilflosigkeit gegen ihr raumgreifendes Wüten die Geschichte der Menschheit als Konstanten durchziehen. Die greifbare Beispielhaftigkeit der vorgestellten Seuchenbücher verleiht ihnen über ihre Epochen hinaus Wirkung und Gewicht.


Inhalt

Vorwort

1. Edgar Allan Poe: DIE MASKE DES ROTEN TODES
Der letzte Tanz

2. Giovanni Boccaccio: DAS DEKAMERON
Flucht aus der toten Stadt

3. Daniel Defoe: DIE PEST ZU LONDON
Sinnlose Notwendigkeit

4. Mary Shelley: DER LETZTE MENSCH*
Das Requiem der Menschheit

5. Jeremias Gotthelf: DIE SCHWARZE SPINNE
Die Frau ist das Fremde

6. Jens Peter Jacobsen, Georg Heym, Isolde Kurz
In den Städten der Schmerzen

7. Thomas Mann: DER TOD IN VENEDIG
Dunst und Gefunkel

8. Jack London: DIE SCHARLACHPEST
Die neuen Wilden

9. Albert Camus: DIE PEST
Auf der Seite der Opfer

10. Andrzej Szczypiorski: EINE MESSE FÜR DIE STADT ARRAS
Was war, ist nicht gewesen

11. Philip Roth: NEMESIS
Gottes Krieg gegen Kinder

Epilog
Mathilda im Reißwolf




*) Dieses Kapitel erschien nicht online, sondern kam neu für die Buchfassung hinzu.